Jan Weiler: Autor, Kolumnist, Yeti … Impressum
Mein Leben als Mensch — Verfasst am 07.11.2016

500_die 500. Folge

Ja, es ist soweit. Dies ist ein Jubiläum. Die 500. Ausgabe dieser Kolumne. Sie enthält die Höhepunkte der vergangenen 499 Folgen, weil man ja unmöglich alle Folgen gelesen haben kann. Und weil dafür wiederum eine Folge nicht reicht, kommt nächste Woche noch eine ebenso atemlos Höhepunkte aneinanderreihende Fortsetzung. Los geht’s:
Ein wirklich gutes Panacotta-Rezept ist von Bewohnern eines weit entlegenen Sonnensystems kaum zu erwarten +++ Zwanzig Minuten Spaß und danach nichts als Mühsal und Fron. So ein Schokobrunnen bildet das Familienleben im Kleinen ab +++ Im Norden Portugals liegt Porto, dass man von der Champion’s League kennt. Möglich, dass Porto das portugiesische Wort für Briefmarke ist. Unwahrscheinlich, dass Portugiese das portugiesische Wort für Briefträger ist +++ Ich empfehle zur Verhütung von Angriffen aus dem All die weltraumweite Ausstrahlung der „Musikantenscheune“ und von Bildern, die ein Pfund Blutwurst, Marilyn Manson sowie die Innenstadt von Hannover zeigen. Einsamkeit ist uns somit Gewiss. +++ Unser Sohn sagt nicht „Barack Obama“ sondern „O’Perry Pomada.“ So heißt der 44. US-Präsident bei ihm. O’Perry Pomada +++ Alle 1,15 Milliarden Inder passen auf die 1,07 Milliarden Quadratmeter große Grundfläche des Bodensees, wenn Sie ein wenig zusammenrücken.+++ Auch beim Strippoker ist Vorbereitung Trumpf. Ich plante also, zehn Paar Strümpfe anzuziehen. +++ Am besten ist, man unterhält sich bloß noch mit Homöopathen und Marktforschern. Beiden Berufszweigen ist zu eigen, dass sie ausführlich zuhören und sehr interessiert fragen. +++ Ich strebe ein Präsidentenamt an. Ich wäre zum Beispiel gerne Präsident des Dachverbands der Spitzenverbände. Oder: Präsident des Bundesverbandes der Landesverbände. Oder Präsident des Spitzenverbandes der Dachverbände. +++ Jemand erzählte mir vor kurzem, er besäße „blinde Hämorrhoiden,“ was ihn entschieden weniger in Panik versetzte als die Vorstellung, dass es demnach auch sehende Hämorrhoiden geben müsste (es gibt sie aber zum Glück nicht). +++ Die Boxenstopps bei der Formel 1 wären noch viel spektakulärer, wenn man sie als Drive-By-Shootings inszenieren würde. +++ Meine zweitliebste Zugdurchsage: „Wir erwarten sie gerne in unserem Bordbistro.“ Gut, noch schöner wäre es, wenn man dort auch gerne bedient würde. Meine Lieblingszugdurchsage: „Thank you for rising with the Deutsche Bahn.“ +++ Motorsportler setzen ihr Leben aufs Spiel, um am Ende etwas überreicht zu bekommen, das aussieht, als stamme es aus der Töpfergruppe einer Nervenheilanstalt. Ich plädiere dafür, grundsätzlich nützliche Dinge zu verleihen. Beim Formel-1-Rennen am Hockenheimring gewinnt also zum Beispiel Fernando Alonso und erhält dafür feierlich eine Schüssel Kartoffelsalat aus der Hand von Frau Hildegard Klawuppke aus Giengen an der Brenz. Auf diese Weise werden gleich zwei Personen geehrt, nämlich Frau Klawuppke und Herr Alonso. +++ Oliver Kahn hat Ärger bekommen, weil er die Weihnachtsfeier des FC Bayern vorzeitig verlassen hat. Er wollte aber einfach kein Kind von Franz Beckenbauer und ist halt abgehauen, bevor der Präsident in Stimmung kam +++ Die Akropolis wird überbewertet, besonders die in Oberhausen +++ Es hat Jahre gedauert, bis ich den Unterschied zwischen Winnetou und Winni Puh verinnerlicht habe +++ Habe viel am Schreibtisch gesessen und gearbeitet in letzter Zeit. Das geht immer einher mit einer gewissen Gewichtszunahme. Ehrlich gesagt kann man dazu aber schon nicht mehr Gewichtszunahme sagen, Gewichtstsunami trifft es besser +++ Kindergärtnerinnen halten sich für die besseren Väter. Solche Probleme hat der Papst natürlich nicht. Er muss sich Zeit seines Lebens nie mit Kindergärtnerinnen zanken. Ist Vater, heiliger Vater sogar – und muss trotzdem nie zum Elternabend +++ Franzosen weigern sich, etwas Anderes zu sprechen als Französisch und wenn sie es ausnahmsweise doch tun, klingt jede Sprache wie ihre eigene +++ „Beim Speichern einer Website mit einem überlangen HTML-Title-Tag kommt es zu einem stackbasierten Pufferüberlauf, durch den ein Angreifer beliebigen Schadcode auf einem System ausführen kann.“ Wollen wir unsere Welt Menschen zu Füßen legen, die solche Sätze sagen? +++ Die Scorpions verhalten sich zur modernen Popmusik in etwa wie mit Fleischsalat gefüllte Fliegenpilztomaten zu Safran-Risotto +++ Fortsetzung nächste Woche.