Jan Weiler: Autor, Kolumnist, Kinokartenverlierer … Impressum

Das Buch der 39 Kostbarkeiten

Die Idee für „Das Buch der 39 Kostbarkeiten“ stammt von meinem damaligen Verleger Alexander Fest, der einmal vermutete, dass es wahrscheinlich bei mir einen größeren Schatz mit älteren Texten zu heben gäbe. Ich hatte mir darüber noch nie Gedanken gemacht, aber natürlich habe ich seit 1990 eine ganze Menge geschrieben und Vieles davon auch aufgehoben.

Also bin ich auf den Dachboden gegangen und habe wochenlang gesichtet, was ich in Ordnern, Registern, Sammelmappen, Kartons und Belegexemplaren bei jedem Umzug mit mir herumgetragen habe. Und das war eine ganze Menge. Vieles hatte ich vollkommen vergessen, einiges auch gar nicht mehr gefunden. Am Ende hatten wir einen ziemlich hohen Stapel mit Material geborgen.

Die Lektorin Ulrike Beck und ich haben alles sorgfältig gelesen und bewertet und schließlich eine Shortlist zusammengestellt. Die vorliegenden 39 Stücke sind also nur ein Bruchteil dessen, was für das Buch infrage gekommen wäre. Alle Texte wurden noch mal kritisch überarbeitet, manches umgeschrieben oder gekürzt und schließlich in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht.
Darunter sind vier Interviews mit Vicco von Bülow, Peter Alexander, Jürgen von der Lippe und Jean-Christophe Amman, dann drei Hörspielmanuskripte, die es bisher nicht in gedruckter Form gab, einige Stücke, die fürs Radio geschrieben wurden und Reportagen. Und meine allererste Kurzgeschichte, die in den neunziger Jahren in einer Anthologie erschien und die es längst nicht mehr zu kaufen gibt: Die Experimente des Albert Kamp. Ganz schön gruselig. Keine Ahnung, was damals in mir vorging. Außerdem enthält das Buch einige der Fotos aus dem Bildband „Land in Sicht“ sowie eine sehr frühe Aufnahme von mir. Es war gar nicht so leicht, herauszufinden, wer dieses Bild in der Frühzeit meiner Karriere 1991 gemacht hat. Es war tatsächlich ein sehr bekannter Fotograf, der sich jedoch dieses Frühwerkes schämt und nicht wollte, dass man ihn als Urheber nennt. Deshalb steht im Quellenverzeichnis „privat“.

Zur Einleitung hat Elke Heidenreich einen Text beigesteuert, der aber kein Vorwort darstellt, sondern eine Laudatio, die sie 2011 bei der Verleihung des Ernst-Hoferichter-Preises gehalten hat, wofür ich sehr dankbar bin.

Hier abgebildet ist das Original-Cover, das Markus Rasp gestaltet hat. Leider war der Verlag der Meinung, dass es nicht verkäuferisch genug sei und änderte das Cover für die Taschenbuchausgabe. Da bin jetzt ich drauf, fotografiert vom wundervollen Daniel Josefson. Aber Daniel hin, Josefson her, ich finde mich keinesfalls schöner, geschweige denn verkaufsträchtiger als die tolle Grafik auf dem Hardcover. Und deshalb wird das Buch hier in der Originalfassung gezeigt.

Auch als CD erhältlich