Jan Weiler: Autor, Kolumnist, Sekundenkleber … Impressum

Antonio im Wunderland

Erschienen im Juli 2005

Mit dieser CD begann meine Zusammenarbeit mit dem Hörverlag. Für mich ist diese ein Glücksfall, denn die Menschen (fast nur Frauen übrigens) dort sind reizend, das Programm ist toll und die Produktionsbedingungen sind herrlich. Am liebsten würde ich jede Woche eine neue CD mit dem Hörverlag machen.

Auch der Nachfolger von „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ musste gekürzt werden. Das habe ich wieder selber gemacht und es schmerzt schon, das muss ich sagen. Die Aufnahmen wurden abermals von Pierre Peters-Arnolds geleitet, dem ich auch den Coup dieser Produktion zu verdanken habe.

Wir kamen zu den Aufnahmen der Begegnung zwischen dem Erzähler und Robert De Niro. Ich spreche ja eigentlich sämtliche Stimmen auf meinen Hörbüchern, aber da hatte ich doch Hemmungen. Robert De Niro kann ich nicht, den kann eigentlich keiner sprechen. Außer Christian Brückner. Der Schauspieler Brückner synchronisiert De Niro seit bald vierzig Jahren. Seine markante Stimme ist untrennbar mit De Niro verbunden. Ich sagte zu Pierre: „Unmöglich, ich kann das nicht. Da mache ich mich zum Idioten. Die Leute werden es hassen, wenn ich das spreche.“ Pierre dachte einen Moment nach und antwortete: „Ich rufe Christian an, ob er es macht.“ Pierre ist Synchronregisseur, er kennt ungefähr jede deutsche Stimme. Ich sah ihn hinter der Scheibe im Regieraum in sein Handy sprechen, dann teilte er mir mit, Brückner sei auf einer Kreuzfahrt und er werde sich den Text nach seiner Rückkehr mal unverbindlich ansehen. Wenn er Lust habe, würde er ihn eventuell aufnehmen. Ich wertete das als Absage. Kennt man ja: Vielleicht mach ich’s, wenn ich Lust habe, weiß noch nicht, mal sehen.
Wir haben also zur Sicherheit die Passage mit meiner Stimme aufgenommen, dann den Rest der CD. Sie wurde gemischt, gemastert und fertig gestellt. Als alles fertig war, traf bei Pierre eine CD ein. Darauf hatte Brückner seine Takes kopieren lassen, die er während seines ersten Jobs nach seiner Reise zwischendurch eingesprochen hatte. Sehr, sehr cool. Wir sind uns also nie im Studio begegnet, unterhalten uns aber auf der CD.

Später habe ich Brückner mal auf einer Buchmesse angesprochen, mich vorgestellt und mich für seine Hilfe bedankt. Er war sehr freundlich und sagte, es habe ihm Spaß gemacht, auch wenn ich nicht sicher bin, ob er sich überhaupt an die paar Sätze erinnerte. Jedenfalls bin ich sehr stolz darauf.

Hörbuch, 4 CDs, gekürzte Fassung